Die Lunge

Die Lunge und ihre Funktion 

Normalerweise atmen wir, ohne dass wir darüber nachdenken. In Ruhe atmet ein Gesunder mit jedem Zug etwa 0,5 Liter Luft ein und aus, pro Minute sind das etwa 6 Liter.

Die Luft wird in der Lunge durch die Bronchien verteilt, die sich ausgehend von der Luftröhre immer weiter verzweigen wie Äste eines Baumes. Die Bronchien sind ein aktives Organ: Ihre Wand enthält Muskelgewebe, das den Durchmesser der Bronchien steuern kann. Die Innenwand ist außerdem mit einem Teppich aus beweglichen Flimmerhärchen ausgekleidet, die von einer dünnen Schleimschicht bedeckt sind. Bevor Staub und Krankheitskeime aus der Atemluft in die Lunge gelangen, bleiben sie meist irgendwo in dem Schleimfilm der Bronchien kleben. Die Flimmerhärchen transportieren den Schleim dann aus den Bronchien heraus, sodass er heruntergeschluckt werden kann. Diese Selbstreinigung ist für die Gesundheit der Lunge sehr wichtig.

Wenn die Flimmerhärchen durch Entzündungen dauerhaft zerstört werden, kann der Schleim nicht mehr abtransportiert werden und die Bronchien werden verstopft. Eine Reinigung der Bronchien ist dann nur noch durch Abhusten des Schleims möglich. Auch Rauchen schädigt die Flimmerhärchen.

  

 

Gesunde Atemwege

Nach vielen Verzweigungen enden die kleinsten Bronchien in Millionen winziger Lungenbläschen (Alveolen). Die Bläschen sind von feinen Blutgefäßen eingehüllt. Hier treffen Luft und Blut nur noch getrennt durch eine hauchdünne Gewebeschicht zusammen und tauschen Gase aus. Sauerstoff gelangt aus der eingeatmeten Luft ins Blut, Kohlendioxid wird mit der verbrauchten Luft ausgeatmet. Entscheidend für den Austausch der Gase ist es, wie viel dieser wirksamen Oberfläche zur Verfügung steht und durch die Atmung und den Blutstrom erreicht wird.

Bei Menschen mit COPD können Bronchien und Lungenbläschen geschädigt sein. Eine Ursache ist eine dauerhafte Entzündung der Atemwege, Mediziner sprechen von chronischer Bronchitis. Diese Entzündung ist eine Reaktion auf eine wiederkehrende Belastung durch Rauch, schädliche Gase, Staub oder Partikel. Sie hat zur Folge, dass mehr Schleim entsteht, den der Körper durch Husten beseitigen muss. Chronischer Husten ist deshalb ein frühes Anzeichen einer COPD [1]. Allerdings bedeutet nicht jeder Husten ein Anzeichen für eine COPD.

Kurzatmigkeit

Kurzatmigkeit ist auch unter den Begriffen "Atemnot" oder "Luftnot" bekannt. Eine Person hat zeitweise oder ständig das Gefühl, zu wenig Luft beim Atmen zu bekommen. Bei starker Luftnot haben Menschen ein beklemmendes Gefühl oder sogar die Angst, zu ersticken. Sie atmen angestrengt, das Durchatmen fällt ihnen schwer. Atemnot erfahren Menschen mit Lungenkrankheiten wie Asthma oder einer Lungenentzündung, sie kann aber auch bei anderen Erkrankungen wie z.B. Herzleiden, Blutarmut oder bei extremem Übergewicht auftreten.

Bronchien

Wenn wir Luft einatmen, gelangt diese über die Luftröhre in die Lunge. Dort wird sie durch ein verzweigtes Netz aus immer feineren Atemwegen (Bronchien) bis zu den Lungenbläschen geführt. In den Lungenbläschen findet der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxyd statt.

Alveolen

Wenn wir atmen, strömt die Luft durch den Kehlkopf hindurch und weiter in die Luftröhre. Diese gabelt sich in die zwei Hauptbronchien. Jede der Hauptbronchien verzweigt sich weiter in Bronchien und Bronchiolen. Am Ende der Bronchien und Bronchiolen befinden sich Anhäufungen von winzigen, luftgefüllten Bläschen, die Alveolen. Alveolen werden auch als Lungenbläschen bezeichnet.

Flimmerhärchen

Die Innenwand der Bronchien ist mit kleinen beweglichen Härchen ausgekleidet. Man kann sich diese sogenannten Flimmerhärchen wie einen Teppich vorstellen, der über der Innenwand der Bronchien liegt. Die Flimmerhärchen sind von einer dünnen Schleimschicht bedeckt. An dieser Schleimschicht bleiben unerwünschte Partikel aus der Luft (wie Krankheitskeime und Staub) hängen, so dass sie nicht in die Lunge gelangen können. Die Flimmerhärchen sind ständig in Bewegung und transportieren die unerwünschten Partikel aus den Bronchien in Richtung Rachen, von wo aus sie heruntergeschluckt oder ausgehustet werden können.